Das Fest ist vorbei. Vorbei die Klagen über schlechte Filme, das Verschwinden des Kinos. Ja, stimmt, die Retrospektive war besser als der Wettbewerb. Der Aufbruch von New Hollywood, das sind spannende Geschichten aus dem Leben, politisch, mutig, mit Lust und Liebe erzählt, aufregende Schnitte, super Ausstattung und die Schauspieler spielen so zenmäßig gelassen. Besonders der sorgfältige Umgang mit dem Ton fällt auf, da gibt es ein Wissen um die Macht der Stille. Warum bloß müssen so viele Filme heute wie eine Disko klingen?
Um es gleich vorneweg zu sagen: Der mit Spannung am meisten erwartete neue deutsche Film, Angela Schanelecs MARSEILLE, war auf der diesjährigen Berlinale nicht zu sehen. Die Regisseurin hatte eine Einladung des Festivals in Cannes erhalten und diese wohlweislich einer Premiere am Potsdamer Platz vorgezogen – wer wollte es ihr verübeln? mehr »
Die internationale Jury (der Berlinale) und die internationalen Kritiker (Fipresci) haben sich für KINO, die Ökumenen und die Juroren der Gilde (deutsche Filmkunsttheater) für FERNSEHEN entschieden...